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Persönliches: Die Sache mit dem Sein

Ich bin ein Mensch der sich gerne Gedanken macht. In Bezug auf manches denke ich bei weitem zu viel, In Bezug auf anderes wiederum auch mal zu wenig. Für mich ist eine der schwierigsten Aufgaben, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Und dennoch tue ich es oft genug. Vielleicht auch zu oft. Dabei bin ich gleichzeitig auch zwischendurch immer mal überfordert. Und mache mir eine Sache unnötig schwieriger: Das Sein.

Hier und da Dinge zu hinterfragen, mag ja schön und gut und sicherlich sinnvoll sein. Aber kann auch gleichzeitig ziemlich anstrengend sein. Gestern gab es einen Moment, da war mein Kopf wirklich aus. Und in diesem Moment war ich von meiner eigenen Handlung überrascht. Genauer gesagt, war ich im Anschluss meiner Handlung von genau dieser überrascht. Denn in diesem Moment habe ich einfach reagiert. Wahrscheinlich einfach auf mein Gefühl gehört. Etwas, das ich öfter tun sollte.

Natürlich ist es schön zu wissen, wieso man sich für oder gegen etwas entscheidet. Aber wenn man sich 7x fragt wiesoweshalbwarum man nun dies oder jenes getan hat, kann das ganz schön anstregend werden. Und ich denke jeder kennt diese Situationen in denen man sich fragt: „was hab ich mir eigentlich dabei gedacht?!“ (Entweder nichts, zu viel oder das falsche)

Wir sollten viel öfter einfach mal unsere Köpfe ausschalten und einfach sein. Sein. Nicht denken. Leben. Mit dem Herzen. Nicht mit dem Kopf.
Sollten den Moment genießen und uns nicht gedanklich mit der Zukunft oder der Vergangenheit hängen. Und einfach sein. Einfach im hier und jetzt leben. Denn das Leben findet eigentlich nur in der Gegenwart statt.

Natürlich ist es schön, sich an schöne Momente zu erinnern oder Zukunftspläne auszumalen. Aber wenn uns unsere Gedanken aus der jetzigen Zeit reißen, beginnt der Moment darunter zu leiden. Beginnen wir darunter zu leiden. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Schmerz durch eine Art „Reibung durch Widerstand“ ensteht, wenn wir mit unseren Gedanken zu sehr wegdriften. Und für mich klingt das ziemlich nachvollziehbar.

Zu Sein bedeutet für mich, man selbst zu sein und sich so anzunehmen wie man ist. Mit seinen Macken zu akzeptieren und seine Gefühle zuzulassen. Sich selbst das Recht zu geben, Bedürfnisse zu haben. Und das Hier und Jetzt anzunehmen, ohne es zu bewerten. Einfach nur zu atmen. Und zu sein.
Und genau das, möchte ich in Zukunft noch viel öfter tun.